Eltern von autistischen Kindern für Studie zur Masterthesis gesucht

 

Um Antworten auf diese und andere Fragen zu erhalten, bin ich auf Ihre Unterstützung angewiesen. Was bedeutet das für Sie? Konkret bedeutet das: Fragebögen ausfüllen. Dies würde etwa 20 Minuten Zeit in Anspruch nehmen. Die Fragebögen lasse Ihnen per Post zukommen. Nach dem Ausfüllen können Sie die Fragebögen dann in dem beiliegenden und bereits frankierten Umschlag (auch anonym ohne Absender) wieder an mich zurückschicken, so dass für Sie keinerlei Kosten entstehen.

Sie wissen nicht recht, ob Sie Lust haben, Fragebögen auszufüllen? Wenn Sie sich dafür entscheiden, unterstützen Sie nicht nur mich, sondern leisten zudem einen Beitrag zu einem bisher wenig beachteten Thema. Vor allem im deutschsprachigen Raum gibt es hierzu kaum Literatur. Daher erhoffe ich mir die Situation der Eltern mit meinem Beitrag zu unterstützen und die Forschung auf diesem Gebiet voranzutreiben, so dass Sie und andere Eltern von den Ergebnissen profitieren und sie als Anregung nutzen können.

Wenn Sie Interesse daran haben, kann ich Ihnen gerne nach Fertigstellung meiner Masterthesis ein Exemplar mit den Ergebnissen per E-Mail zukommen lassen, so dass Sie auch wissen, wofür Sie einen Beitrag geleistet haben.

Und nun? Nun hoffe ich, dass ich Ihr Interesse wecken konnte und Sie Lust haben, mitzumachen. Wenn dies der Fall ist, schicken Sie mir bitte zeitnah per E-Mail an rebecca.tous@gmx.de Ihre Adresse, so dass ich Ihnen die Fragebögen per Post zukommen lassen kann. Sie können die ausgefüllten Fragebögen dann gerne auch ohne Angabe des Absenders wieder an mich schicken, so dass Sie anonym bleiben.

Ganz wichtig: Ihre Daten werden nach Eingang der Fragebögen anonymisiert und selbstverständlich streng vertraulich behandelt, so dass keine Rückschlüsse auf die Identität der Teilnehmenden gezogen werden können!!!! Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Zeit und Ihr Engagement!

Beste Grüße

Rebecca Tous

Richter am Bundessozialgericht Pablo Coseriu referiert auf dem ABA Eltern-Kongress 2013

Applied Behavior Analysis bzw. Angewandte Verhaltensanalyse (ABA) und Verbal Behaviour (VB) (in der Kombination spricht man von ABA/VB) ist eine moderne Therapieform zur Behandlung von autistischen Störungen, die auf einem behavioristisch geprägten verhaltensanalytischen Ansatz basiert. Der Bundesverband ABA Eltern e.V. ist eine Selbsthilfeorganisation von Eltern, deren Kinder Symptome aus dem Autismus-Spektrum aufweisen, und die sehr gute Erfahrungen mit der Anwendung von ABA/VB gemacht haben und diese Methode erfolgreich bei Ihren Kindern einsetzen. Leider ist dieser Ansatz im deutsch-sprachigen Raum nicht bekannt, so dass deutsche Eltern, die mit der Diagnose Autismus für ein Kind konfrontiert werden, oft gar nicht oder aber sehr spät von den Möglichkeiten und Erfolgen dieser Methode erfahren. Erschwerend kommt hinzu, dass frühkindlicher Autismus in Deutschland i.d.R. als unheilbare geistige Behinderung eingestuft wird, so dass aus Sicht des deutschen Gesundheitssystems überhaupt keine Therapie über die Krankenkassen angeboten wird. Dies führt in der Summe dazu, dass den meisten autistischen Kindern in Deutschland der Zugang ABA/VB als einer international etablierten und wissenschaftlich untersuchten evidenzbasierten Therapie/Förderung verwehrt bleibt. Wenn Eltern diese Methode entdecken müssen sie sich i.d.R. den Zugang gerichtlich bei den Sozialämtern erstreiten. Die Konsequenz des fehlenden Zugangs zu ABA/VB sind eine geringere Lebensqualität autistischer Menschen, eine geringer Inklusion, sowie in der Summe höhere Kosten für das Gesundheitssystem, da viele ältere autistische Menschen in einer stationären Einrichtung versorgt werden müssen. Durch den frühen Zugang zu ABA/VB ließen sich eine bessere Inklusion sowie eine höhere Lebensqualität für autistischen Menschen bei gleichzeitig niedrigeren Gesamtkosten für das Gesundheitssystem erreichen.

ABA-Eltern veranstaltet einmal im Jahr einen Elternkongress, bei dem sich Eltern, Therapeuten und andere Profis zum Austausch treffen. Dieses Jahr ist es gelungen Richter am Sozialgericht Pablo Coseriu für einen Vortrag zu gewinnen. Er wird zum Thema “Sozialhilfeträger als Ausfallbürge“ referieren.

Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist über die Webseite http://www.aba-eltern.de möglich, es wird ein geringer Kostenbeitrag erhoben. Die Tagesordnung:

Samstag, den 02.03.2013

10:00-12:00 Uhr: Mitgliederversammlung ABA-Eltern e.V.

12:00-12:45 Uhr: Pause

12:45-14:15 Uhr: “Sozialhilfeträger als Ausfallbürge?” Richter am Bundessozialgericht Pablo Coseriu

14:15-14:30 Uhr: Pause

14:30-16:30 Uhr: Workshop “Die Sandtherapie” Herr Pastorino (Geschäftsführer der Firma Beluga healthcare)

16:30-17:45 Uhr: Ausprobieren der Therapiegeräte zur Sandtherapie

17:45-18:00 Uhr: Pause

18:00 -19:00 Uhr: „Das Projekt SeLMA“ Sabine Melugin

 

Sonntag, den 03.03.2013

09:00-11:00 Uhr: “Kommunikationsförderung und Sprachanbahnung bei Autismus” Christine Müller vom Bielefelder Institut

11:00-11:30 Uhr: Pause

11:30-12:30 Uhr: Diskussion / Fragen zum Vortrag von Frau Müller

12:30-13:15 Uhr: Mittagspause

13:15-13:30 Uhr: Feedback zum Elternkongreß

13:30-15:30 Uhr: “Autismus und Aggressionen” Silke Johnson vom Melody-Center

15:30-16:00 Uhr: Kurze Pause und Austausch

 

Änderungen vorbehalten

Tagungsort:

Hotel Schweizer Hof, Wilhelmshöher Allee 288, 34131 Kassel, ca. 300 Meter vom Bahnhof

Kassel-Wilhelmshöhe entfernt.

http://www.hotel-schweizerhof-kassel.de/

 

Verpflegung:

Pausensnacks und -getränke sowie ein Mittagsimbiss sind im Tagungspreis enthalten.